Eine Brustvergrößerung kann Ihr Aussehen und Ihr Selbstbewusstsein verbessern - ob sie Ihre Idealvorstellung von einem Busen erfüllen oder andere Menschen dazu veranlassen, Sie anders zu behandeln, sei dahingestellt.

Implantate

Die heute verwendeten Implantate unterscheiden sich in der Form (rund, anatomisch), sowie in der Projektion. Die Füllmaterialien bestehen aus Silikongel, Hydrogel oder Kochsalz.
Es werden fast ausschließlich "cohesive Silikongelimplantate" verwendet die nicht mehr auslaufen können. Diese sind unter Zugrundelegung von Sicherheitsaspekten und ästhetischen Maßstäben (Natürlichkeit, Tastbefund) das derzeitige Optimum.
Der Verdacht, Implantate würden zur Auslösung von Autoimmunerkrankungen führen, oder eine maligne Entartung des Brustdrüsengewebes induzieren, konnte durch große epidemiologische Studien nahezu ausgeschlossen werden.

Eingriff
Eine Brustvergrößerung wird immer in Vollnarkose durchgeführt. Wir empfehlen Ihnen einen Klinkaufenthalt von 1-2 Tagen, um anfänglich eine lückenlose Kontrolle zu gewährleisten. Bei günstigen Voraussetzungen von Seiten des Patienten (Wohnung in räumlicher Nähe zum Krankenhaus) kann der Eingriff, sofern das Operationsverfahren es zulässt, auch ambulant durchgeführt werden.

Anatomie und Funktion - Erkrankung und Ästhetik

Anatomie und Funktion - Erkrankung und Ästhetik

Die Brust bildet die größte Drüse des Körpers. Sie setzt sich zusammen aus den einzelnen Milchdrüsen, Bindegewebe und Fettgewebe. Sie liegt auf dem Brustmuskel auf. Das Wachstum der Brust wird während der Pubertät durch Hormone gesteuert. Die einzelnen Milchgänge münden in der Brustwarze, die von einem dunkleren Warzenvorhof umgeben ist.

Auch die männliche Brust ist aus denselben Bestandteilen aufgebaut, allerdings in sehr viel kleinerer Form als die weibliche Brust. Hormonstörungen oder die Einnahme von Dopingpräparaten können auch bei Männern zur Ausbildung einer weiblichen Brust führen (Gynäkomastie).

Der Anteil von Fett und Drüsengewebe kann im Laufe der Zeit variieren und damit zu Formveränderungen der Brust führen. Auch die Zyklen der Frau können in den Tagen vor der Regel zu einer temporären Vergrößerung führen, die allerdings nach Einsetzen der Menstruation wieder zurückgeht. Ebenfalls beeinflussend sind Veränderungen des Körpervolumens z.B. durch Gewichtszunahme oder durch den Einfluß einer Diät. Die unter der Brustdrüse liegende Muskulatur kann die Form der Brust ebenfalls verändern, wenn auch in geringerem Maße als die anderen genannten Faktoren.

Die weibliche Brust hat zwei Funktionen: Sie ist in der Lage, Milch zu produzieren, und sie ist als sekundäres Geschlechtsmerkmal sehr wichtig für die Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht. Dabei spielt die Ästhetik eine große Rolle.

Es gibt deshalb aus unserer Ansicht vielfältige und berechtigte Motive, sich einem ästhetischen Eingriff zu unterziehen, wobei wir einschränkend hinzufügen wollen, daß es die "Idealbrust" aus unserer Perspektive nicht gibt. Verbesserungen im Aussehen lassen sich nur vor dem Hintergrund der Proportionen des ganzen Körpers und der Gesamtausstrahlung erzielen. Diese Faktoren werden vom Operateur in die Beratung eingebracht, um die Patientin aus Perspektive des Spezialisten auf diese zusammenhängenden Aspekte hinzuweisen. Dabei spielt die Herstellung von harmonischen Gesamtproportionen eine wesentliche Rolle, insbesondere bei einer Brustvergrößerung.



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Organisiertheit der Ästhetisch-Plastischen Chirurgen

So sind die Ästhetisch-Plastischen Chirurgen weltweit und in Deutschland organisiert. Plastische Chirurgie weltweit: ISAPS, IPRAS, DGPRÄC und VDÄPC bilden weiter aus und achten auf ein hohes wissenschaftliches Niveau ihrer Mitglieder. Die "International Confederation for Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery" (IPRAS) ist der offizielle Weltverband für Plastische Chirurgie (Gründung 1955). Weltweit sind über 14.000 Plastische Chirurgen aus 92 Nationen in der IPRAS organisiert. 2007 wird der nächste Weltkongreß der IPRAS in Berlin stattfinden.

Die "International Society of Aesthetic Plastic Surgery" (ISAPS) ist ein Zusammenschluß von Plastischen Chirurgen, die ihren Schwerpunkt in der Ästhetischen Chirurgie haben. Mittlerweile hat die ISAPS weltweit mehr als 1000 Mitglieder.

Präsident der ISAPS ist Dr. João Carlos Góes aus Brasilien. Die Geschäfte führt als General Secretary Dr. Renato Saltz, USA. Dr. Marita Eisenmann-Klein ist Chairperson Scope of Practice Committee and Chairperson Adhoc Committee Patient Toursm. Im Code of Ethics der ISAPS sind ihre Ziele festgelegt: unter anderem das Streben nach Vervollkommnung der Techniken und deren Verbreitung unter Patienten und Kollegen, Schutz der Öffentlichkeit und der Fachwelt vor fachlich oder ethisch inkompetenten Kollegen, Verzicht auf Anwerbung von Patienten.

Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) – vormals Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) - 1968 gegründet als "Arbeits-und Interessengemeinschaft derjenigen Chirurgen, die sich ausschließlich mit der Plastischen Chirurgie befassen".

Wichtig war dabei die Abgrenzung von der "Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie", die damals wie heute das Sammelbecken für alle diejenigen ist, die in irgendeiner Form Interesse an plastisch-chirurgischen Eingriffen haben. Mittlerweile hat die DGPRÄC rund 638 ordentliche und etwa 525 assoziierte Mitglieder. Die DGPRÄC ist Mitglied des Weltverbandes IPRAS, der International Confederation for Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery.

In ähnlicher Form ist die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) mit der DGPRÄC verbunden. In der VDÄPC haben sich vor einigen Jahren diejenigen DGPRÄC-Mitglieder zusammengeschlossen, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit im Bereich der Ästhetik sehen. Mittlerweile hat die VDÄPC 155 Mitglieder. DGPRÄC und VDÄPC sehen es als ihre Hauptaufgabe an, die Weiterbildung im Fachgebiet auszubauen und ihre Mitglieder in deren Qualitätsmanagement zu unterstützen, u.a. werden dazu jedes Jahr rund 100 Fortbildungskurse abgehalten.

Die VDÄPC hält zweimal im Jahr Weiterbildungen im Bereich der Ästhetik ab: im Frühjahr als Workshop der Akademie für Ästhetische Fortbildung, im Herbst während des gemeinsamen Jahreskongresses der DGPRÄC/VDÄPC als Operationskurse. Begehungen von Kliniken und Praxen, die seit 2003 für Kliniken verpflichtend geworden sind, werden bereits seit 1992 auf freiwilliger Basis bei den Mitgliedern durchgeführt.

Quelle: Medizin.de 09.03.2006 (gekürzt)

Häufig gestellte Fragen

In welchem Alter ist eine Brustvergrößerung durchzuführen?
Grundsätzlich sollte jede ästhetische Veränderung diesen Ausmaßes erst nach Erreichen der Volljährigkeit erfolgen (Ausnahmen: Korrektur abstehender Ohren, Nasenkorrektur in bestimmten Fällen, Brustverkleinerung aus medizinischer Notwendigkeit). Unsere Chirurgen lehnen deshalb eine Augmentation bei Minderjährigen entschieden ab und verurteilen die Praxis in den U.S.A. Bei sofortigem Kinderwunsch sollte mit dem Eingriff bis zum Absetzen des Stillens gewartet werden.

Zahlt die Krankenkasse die Operation?
Nein, da es sich um eine rein ästhetische Maßnahme handelt.

Ab wann darf ich wieder arbeiten?
Kleinere körperliche Aktivitäten können bereits nach 8 Tagen durchgeführt werden, die volle Arbeitsfähigkeit wird in der Regel nach 2-3 Wochen erreicht. Schwere körperliche Arbeiten sowie Tragen und Heben sind in den ersten Wochen zu vermeiden.
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Sind die Narben zu sehen?
Zunächst werden die Narben sichtbar sein. Im Laufe der Zeit sollten sie immer mehr verschwinden, bis sie kaum vom Betrachter bemerkt werden können.

Wie kann ich mich optimal auf die Operation vorbereiten?
1. mental: Stichwortkatalog mit Ihren Fragen zur Beratung mitbringen
2. körperlich: Rauchen einstellen, Alkoholgenuß einschränken, die Durchblutung mit kalten Duschen fördern.

Wird die Operation in Vollnarkose durchgeführt?
In den meisten Fällen. Dies hängt jedoch von der genauen Indikation und Operationsplanung ab. Diese Frage wird im persönlichen Beratungsgespräch behandelt und ist individuell unter Hinzuziehung des Anästhesisten zu klären.

Kann ich nach der Operation noch Stillen?
In der Regel ja. Die Erhaltung der Stillfähigkeit wird vom Operateur angestrebt.

Habe ich nach der OP noch Empfindungsfähigkeit?
Ja, es sei denn, es treten besondere Umstände auf, die der operierende Arzt in jedem Fall vor der Operation mit Ihnen besprechen wird.

Kann ich nach der Operation in Urlaub fahren?
Prinzipiell ist eine Erholungspause sehr förderlich für den Heilungsprozeß. Wenn Sie die Absicht haben, nach der OP zu verreisen, sollten Sie dies unbedingt dem Arzt mitteilen, damit eine weitere Versorgung der frischen Nähte gewährleistet ist und der richtige Zeitpunkt bestimmt wird. Sie sollten keinesfalls die Gefahr einer Infektion unterschätzen!

Kann ich von der Operation zurücktreten?
Sie können jederzeit von dem Eingriff zurücktreten und wir raten Ihnen auch zum Rücktritt, wenn bei Ihnen Zweifel aufgekommen sind. Sie sollten allerdings beachten, daß unsere Operationstermine über lange Zeiträume geplant werden und uns deshalb bei kurzfristigen Absagen Kosten entstehen. Bis zu einer Woche vor einem Eingriff tragen wir diese Kosten selbst, danach muß ein Ausfallhonorar entrichtet werden, es sei denn, Sie werden plötzlich krank und können ein ärztliches Attest vorlegen. Wir möchten an dieser Stelle um Ihr Verständnis für diese Maßnahme bitten. Jede kurzfristig abgesagte OP verursacht enorme Kosten, die sich letztendlich auf den Preis einer jeden Operation niederschlagen müssen und dadurch auch Ihre Kosten steigern.

Welches Implantat ist das richtige?
In heutiger Zeit werden in nahezu allen Fällen Implantate mit Silikonfüllung eingesetzt. Unsere Implantate entsprechen den Anforderungen der EU/US Normen.

Gibt es Gefahren durch das Implantat?
Nach allen Untersuchungen: ein klares Nein. Es besteht allerdings die Gefahr der Abstoßung durch den Körper (nur in äußerst seltenen Fällen) und die Gefahr des Auslaufens, wenn die Implantathülle durch einen starken Aufprall (z.B. bei einem Unfall) platzt. In diesem Fall ist eine sofortige Entfernung des undichten Implantates erforderlich.

Wie lange darf ein Implantat im Körper belassen werden?
Diese Frage ist noch nicht eindeutig beantwortet. Einige Mediziner vertreten die Ansicht, daß jedes Implantat nach 10-15 Jahren ausgewechselt werden sollte. Andere, und dieser Ansicht ist auch unser Chefarzt Dr. Lüerßen, sind der Auffassung, daß die heutige Implantatgeneration nur dann ausgewechselt werden sollte, wenn das Implantat tatsächlich beschädigt wurde oder schadhaft geworden ist.

Kann ich meine Brust auch weiterhin auf Krebs überprüfen lassen?
a, wobei der Untersucher u.U. auf eine andere Diagnosemethode zurückgreifen muß. Da silikongefüllte Implantate weitgehend strahlenundurchlässig sind, ist die Beurteilung einer Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) erschwert. Deshalb muß Ihr Röntgenarzt vorher darüber informiert werden, daß Sie Implantatträgerin sind. Eine Ultraschalluntersuchung ist angezeigt, wenn die Mammographie kein eindeutiges Ergebnis erbringt. Wenn dann noch Zweifel bestehen, ist eine Magnetresonanztomografie zu empfehlen.

Was ist Silikon?
In Silikonen sind Sauerstoff und Silicium, die beiden häufigsten Elemente, so miteinander verknüpft wie bei Steinen oder Glas. Zusätzlich sind zwei Methylgruppen an die Siliciumatome gebunden, wodurch das Material weich und elastisch wird. Außer diesen Elementen sind keine zusätzlichen Stoffe enthalten, auch keine Weichmacher. Silikon kann als Elastomer, als Gel oder als Öl hergestellt werden.


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Brustvergrößerung - Körperdesign mit Risiko

Auf der Jagd nach dem ewig jungen Körper, stehen Schönheitsoperationen
mittlerweile scheinbar auf der Tagesordnung. Nichts desto trotz, handelt es sich dabei um medizinische Eingriffe, deren Risiken und Folgen wohl bedacht sein wollen. Brustvergrößerungen befinden sich in der Beliebtheitsskala der Eingriffe im Spitzenfeld.

Die Brustvergrösserung ist ein rein kosmetischer Eingriff. Ziel ist es dem Wunsch der Patientin, nach einem besser proportionierten Körper und somit höherer Attraktivität, zu entsprechen. Bei einer Brustvergrößerung werden mit Hilfe von Implantaten - zum Beispiel aus Silikon - weibliche Brüste in einer Operation künstlich vergrößert. Heute ist die Schönheitsoperation für viele fast so selbstverständlich wie ein Friseurbesuch - vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan, alles ist möglich und zwar im Eiltempo. Körperdesign mit Skalpell und Injektionen sind trendy. Operiert wird vor laufender Kamera: Brustimplantate eingesetzt, Nasen modelliert, Fettzellen abgesaugt. Über 600.000 mal wird heute etwa allein in Deutschland der Natur nachgeholfen - sechs mal soviel wie 1990. In Österreich dürften die Verhältnisse und Trends ähnlich sein, doch die Risiken werden meist verschwiegen. So erleiden etwa zwei von hundert Patientinnen nach einer Brustvergrößerung eine Infektion, und nach "Standard-Operationen" wie z.B. Fettabsaugen erkranken viele Patienten lebensgefährlich an schweren Infektionen oder Lungenembolien. Dies alles wohl gemerkt bei rein ästhetischen freiwilligen Eingriffen ohne medizinische Indikation. Grund genug um einige essentiellen Basisinformationen zu den Methoden und Risiken zusammenzustellen.

Überblick

Um das Brustvolumen zu vergrößern werden heute meistens Silikongelimplantate verwendet. Die Implantate sitzen in operativ geschaffenen Taschen über oder unter dem Brustmuskel. Für den Zugang existieren drei Möglichkeiten: in der Unterbrustfalte, am Unterrand des Brustvorhofes oder von der Achselhöhle aus. Die etwa 5-6 cm lange Narbe ist kaum sichtbar. In manchen Fällen ist eine gleichzeitige Bruststraffung angezeigt. Bei der meist in Vollnarkose durchgeführten Operation wird von einem Facharzt für Plastische Chirurgie oder einem anderweitig qualifiziertem Arzt, z.B. einem Gynäkologen, ein Hautschnitt gemacht, das Brustgewebe angehoben und eine Implantattasche gebildet, in die das Brustimplantat eingeführt werden kann. Anschließend schiebt der Chirurg das Implantat entweder teilweise unter den Brustmuskel oder er platziert es unter der Brustdrüse oberhalb des Brustmuskels, wobei das Brustgewebe selbst weitgehend unberührt bleibt. Der nötige Hautschnitt, von dem nach der Operation möglichst wenig zu sehen sein sollte, kann, wie bereits erwähnt in der Unterbrustfalte, um den Brustwarzenvorhof herum oder in der Achselhöhle erfolgen.

Exkurs - Narkose

In der Vollnarkose befindet sich der Patient in völliger Bewusstlosigkeit und Schmerzlosigkeit. Während der Narkose werden die Lebensfunktionen (Herzschlag, Blutdruck und Sauerstoffgehalt im Blut) vom Anästhesisten überwacht. Meist werden zusätzlich zum Narkosemedikament auch Schmerz- und Schlafmittel verabreicht. Die Vollnarkose schaltet die Schmerzen sicher aus und bei den heutigen modernen Narkoseverfahren ist auch die Vollnarkose für den Körper nur noch minimal belastend und sehr sicher, so der derzeitige Stand der Medizin. Dass eine Vollnarkose allerdings immer ein Restrisiko (bedingt etwa durch Allergien, Übergewicht oder Zigarettenkonsum) für den Patienten bedeutet, liegt in der Natur der Sache, und sollte gerade bei freiwilligen OP's besonders wohl überlegt sein.

Bei kleineren, kürzeren Eingriffen reicht oftmals eine Lokal-Anästhesie aus. Mithilfe einer Spritze wird das Narkosemittel in den entsprechenden Körperteil injiziert, der danach schmerzunempfindlich ist. Das Mittel wirkt direkt an den Nerven und hemmt die Weiterleitung der Schmerzimpulse. Der Patient ist während des Eingriffs ansprechbar und kann im Anschluss an die Operation sofort nach Hause entlassen werden. Eine besondere Form ist die Tumeszens-Lokalanästhesie: „Ein zu behandelndes OP-Gebiet wird mit einer Kochsalzlösung, die mit hochdosierten Betäubungsmitteln und Zusatzmedikamenten versetzt ist, unter der Haut aufgefüllt. Diese Auffüllung kann mittels einer Pumpe oder durch eine Einzelkanüle erfolgen. Nach einer Einwirkungszeit von ca. 30 - max. 60 Minuten ist das Gebiet örtlich betäubt.

Implantate

Die Hülle der Prothesen besteht heute in nahezu allen Fällen aus weichem Silikon; Hüllen aus Polyurethan werden nur noch sehr vereinzelt verwendet. Bei der Hüllenstruktur wird zwischen glatten und texturierten Ausführungen unterschieden; letztere verwachsen mit der Umgebung und sollen so ein späteres Verrutschen des Implantats verhindern. Die Form der Hülle ist entweder symmetrisch rund/linsenförmig oder "anatomisch": eine asymmetrische Form, die die natürliche Form der weiblichen Brust besser nachbilden soll. Die Vorteile letzterer Form sind umstritten; da sie sich im Implantatlager nicht verdrehen darf, wird sie ausschließlich mit texturierter Oberfläche gefertigt.

Heute sind ca 80 Prozent mit Silikon-Gel gefüllt, da es das natürlichste Aussehen erreicht. Die Silikonfüllung stand einige Zeit lang unter dem Verdacht, im Falle des (in früheren Jahrzehnten häufigen) Austretens aus einer defekten Hülle Autoimmunkrankheiten oder Krebs auszulösen. Die schweren Gesundheitsprobleme mit auslaufenden, flüssigen Silikonimplantaten führten zu einem Verbot in den USA. Heutige Implantate sind nicht mehr mit flüssigem, sondern mit gelförmigen Silikon gefüllt das nicht mehr auslaufen kann. Neuere Silikonimplantate werden zudem mit einer stabileren Hülle gefertigt, die die Gefahr eines Defekts stark reduziert; außerdem ist bei den neuesten Silikonimplantaten die Füllung i. d. R. chemisch vernetzt, so dass sie selbst im Fall eines Hüllenrisses ihre Form weitgehend beibehält und nicht ins umgebende Gewebe austritt. Die Silikonfüllung stand einige Zeit lang unter dem Verdacht, im Falle des (in früheren Jahrzehnten häufigen) Austretens aus einer defekten Hülle Autoimmunkrankheiten oder Krebs auszulösen. Das Krebsrisiko für den Körper konnte mit keiner Studie nachgewiesen werden. Es gelang aber auch keiner Studie dieses Risiko komplett auszuschließen.

Nummer zwei ist Kochsalz und gesundheitlich unbedenklich, allerdings ist es flüssig und daher ästhetisch nicht so ansprechend. Die Füllung mit Kochsalzlösung ermöglicht eine besondere Vorgehensweise, bei der das Implantat erst während der Operation nach dem Einbringen in die Operationswunde befüllt wird. Das ermöglicht einen kleineren Hautschnitt und in gewissen Grenzen auch ein individuelles Variieren des Volumens unter Sichtkontrolle. In einer speziellen Form als Expander ermöglicht ein unter die Haut gelegtes Ventil auch noch nachträglich Veränderungen des Volumens.

Risiken

In der Vergangenheit hat es eine rege Diskussion in der Öffentlichkeit über mögliche Nebenwirkungen von Silikon-gefüllten Brustimplantaten gegeben. Bis heute konnte jedoch kein Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs oder auch Rheuma nachgewiesen werden. Dennoch birgt jede Operation selbstverständlich gewisse Risiken und Komplikationsmöglichkeiten, wie z.B. Infektion, Nachblutungen, Risiken der Narkose oder die Notwendigkeit von weiteren Korrekturoperationen.

Der Eingriff bei einer Brustvergrößerung ist nicht unproblematisch: In bis zu 15 Prozent aller Fälle kommt es zu einer Verhärtung des Gewebes um die Implantate herum ("Kapselfibrose"), die Brust verformt sich und bereitet der Trägerin Schmerzen. Ebenso haben ca. 2 bis 2,5 Prozent aller behandelten Patientinnen nach dem operativen Eingriff mit einer Infektion zu kämpfen. Diese Infektionen können auch noch Monate oder Jahre nach der Operation auftreten. Unbemerkt verlaufende Infektionen können langfristig zu einer Einkapselung des Implantats führen. Dabei kapselt der Körper die Implantate unterschiedlich auffällig in eine harte Kollagenhülle ein. Sicher ist: Je besser und professioneller der Eingriff erfolgt, desto unwahrscheinlicher ist der Auftritt einer späteren Infektion. Außerdem ist zu bedenken, dass die Implantate altern und meist nach ca. zehn bis fünfzehn Jahren erneuert werden müssen.
Die 10 wichtigsten Fragen bei einer Brustvergrößerung

Sollten Sie tatsächlich eine Brustvergrößerung in Erwägung ziehen, sollten Sie unbedingt die Seite der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-plastische Chirurgie besuchen, dort finden Sie auch ein Dokument mit den 10 wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Brustvergrößerung. Des weiteren empfehlen sich folgende ...

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Auch wenn es im gesellschaftlichen Vergleich gar keinen zu kleinen Busen gibt, bekommen Frauen vor allem durch die oft retuschierten Bilder in der Werbung suggeriert, daß die Brust garnicht groß bzw. "perfekt" genug sein kann, und das obwohl sehr viele Männer kleinere Brüste bevorzugen. Die plastische Chirurgie begegnet diesem Thema zum Beispiel mit der Brustvergrösserung bzw. mit der Bruststraffung. Die Methoden der Brustvergrößerung sind unterschiedlich und werden je nach Fall individuell ausgewählt. Über Risiken bei der "Schönheits- operation" sollte Frau sich aber in jedem Fall bewußt sein. Eine genaue Recherche ist daher dringend anzuraten. Auf keinen fall aber sollte sich Frau von anderen Personen zu etwas drängen lassen was für ihren Körper ein Risiko darstellen könnte. Es ist IHR Körper.